Clinton geht Trump in die Falle

In dem Versuch Donald Trump als gefährlich darzustellen gibt die Clinton Kampagne indirekt zu das Clinton über ihre Emails gelogen hat.

Während Politiker wie Vizepräsident Biden, Präsident Obama und Vizepräsidentschaftskandidat Tim Kaine heute auf dem Parteitag der Demokraten ihre Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton über alles lobten, gab Donald Trump eine Pressekonferenz. Auf dieser legte er für Clinton eine Falle. Vor ein paar Tagen veröffentlichte die Webseite Wikileaks rund 20000 Emails welche zwischen Vorstandsmitgliedern der demokratischen Partei, Mitgliedern der Clinton-Kampagne und sogar der Presse hin und her gesandt wurden. Diese zeigen ganz klar das der Parteivorstand von Anfang an auf Clintons Seite war und versuchte Clintons Rivalen Bernie Sanders daran zu hindern die Vorwahl zu gewinnen. Die Demokraten behaupten öffentlich das Russland hinter dem Hacken der Email-Server des demokratischen Parteivorstandes stand. Sie gehen zum Teil sogar soweit zu behaupten das die russische Regierung das Hacking anordnete um dem Republikaner Trump zu helfen.

Trump lehnte die Verbindung zu Russland in seiner Pressekonferenz ab. Dann legte er die Falle. Er bat, halb spaßend, Russland darum den Clinton Email-Server zu hacken, damit die 30000 Emails welche Clinton löschte bekanntgemacht werden könnten. Das FBI, in seiner Untersuchung der Clinton Email-Affäre, war nicht in der Lage diese gelöschten Emails wiederzugewinnen. Sarkastisch bat Trump ausländische Regierungen die sich in Besitz dieser Emails befinden darum, diese an das FBI weiterzureichen.

Die Clinton-Kampagne regierte empört, und ging voll in die Falle. In einer Pressemeldung verurteilte die Kampagne Trumps Verhalten und behauptete das die nationale Sicherheit der USA durch Trumps Äußerungen in Gefahr geraten sein. In den Wochen und Monaten zuvor jedoch hatte Clinton immer behauptet das die gelöschten Emails nur private Inhalte hatte die nichts mit ihrer Arbeit im Außenministerium zu tun hatten. Indirekt hat die Clinton Kampagne also zugegeben das Clinton gelogen hat. Wenn die Emails tatsächlich alle private sind, dann könnte das Hacken des privaten Clinton Emails-Servers auf keinen Fall zu Problemen mit der nationalen Sicherheit der USA führen. Wenn die Trump Kampagne sich geschickt anstellt, dann kann dies in den kommenden Wochen ausgenutzt werden. Clinton ist bei den Amerikanern unbeliebt und weit mehr als die Hälfte halten sie für unehrlich und unglaubwürdig. Stellt sie sich dumm an, dann werden ihn die Demokraten erfolgreich als zu unberechenbar und gefährlich für das Amt des Präsidenten darstellen. In den letzten Tagen, nach dem Parteitag der Republikaner, hat Trump in den Umfragen mit Clinton gleichgezogen und sie in einigen wichtigen Umfragen sogar überholt.

Hillary Clinton

Hillary Clinton

 

Thomas Winterfield